Die Radballer vom Demminer RV 1929 Maik Selent und Sascha Michala konnten am Samstag den 25.05.2019 wichtige Punkte um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga einholen, den ihnen jetzt kaum noch jemand nehmen kann. Zwar lagen die beiden vor dem fünften Spieltag auf Platz vier und nur zwei Punkte hinter einem Aufstiegsplatz zur 1. Bundesliga, aber sie hatten gleichzeitig nur sieben Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Gleich im ersten Spiel musste man gegen den abstiegsbedrohten Gastgeber Hannover ran. Hannover trat mit Ersatz an und die Chance für drei Punkte waren damit noch größer. Trotz der Warnungen vom Betreuerteam nutzten die Demminer ihre Chancen nicht richtig und konnten ihre 2:0-Führung nicht verteidigen. Hannover ging als Vorletzter kurz vor Schluss sogar mit 3:2 in Führung ehe das Duo aus Demmin das Tor zum 3:3-Endstand markierte. Im nächsten Spiel gegen die aktuell starkaufspielenden Radballer von Sangerhausen I rechneten sich die Demminer nicht viel aus. Der Sieg im Halbfinale zum Deutschlandpokal war zwar noch in guter Erinnerung, aber eben Sangerhausen auch. Trotz starker Verteidigung und sicherem Spiel konnten Selent/Michala keinen Dreier einfahren. Zwei starke Ecke der Gegner führten zu Toren und ein weiteres ins leere Tor markierte die 0:3-Niederlage für Demmin. Drei Punkte, die gegen den souveränen Tabellenführer allerdings auch nicht eingeplant waren. Besser lief es gegen Sangerhausen II. Demmin spielte sehr sicher und konnte den Ball länger in den eigenen Reihen halten. Ausgeglichen ging es in die zweite Hälfte und zwei Minuten vor Schluss stand es 2:2 – zu wenig für beide Teams im Kampf um den Klassenerhalt. Dann kam allerdings die Stunde von Sascha Michala. Mit starkem Einsatz und Kampfgeist ergaunerte er sich den Ball vom Gegner und schob drei Mal ins leere Tor ein – 5:2-Sieg und die ersten drei Punkte. Das letzte Spiel gegen Steinwiesen war wie immer ein extrem hartes und teilweise unfair geführtes Match. Die Gegner zogen alle Register. Auch hier war die Ansage des Betreuerteams klar: Auf keinen Fall in Rückstand geraten und sicher spielen. Das taten die Demminer auch. Zwar blieb es immer knapp, aber Demmin konnte immer führen, zumindest bis kurz vor Schluss. Der Schiedsrichter pfiff drei Sekunden vor Schluss Strafstoß. Dieser wurde auch nach Schlusspfiff noch ausgeführt, wie es Regel im Radball ist. Maik Selent im Tor musste den Ball halten, um das 5:4 zu sichern – das tat er auch. Mit einer klasse Parade sicherte er sich dem Duo sieben Punkte und damit praktisch den Klassenerhalt.

Mit elf Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz und noch zwölf zu vergebenen Punkten, sind die Demminer nur noch rechnerisch einzuholen. In der Gesamttabelle belegen sie aktuell noch Platz vier mit einem Punkt Rückstand auf den dritten Tabellenplatz. Alles in allem also eine gute Ausgangsposition, um entspannt in den letzten Spieltag am 8. Juni in Marienberg (Sachsen) zu gehen.